Was ist der Unterschied bei diesen Hohlwanddosen?

Hallo!

Was bitte ist der Unterschied zwischen der Hohlwanddose Kaiser 9064-01 (Art.Nr. #2016054) und der Newlec HWSD61 (Art.Nr. #2348591)?

Die sehen beide ja hübsch gleich aus, oder?

  • Ich würde sagen, Hohlwanddose ist Hohlwanddose. Evtl. gibt es kleinere Qualitätsunterschiede was die Materialbeschaffenheit angeht etc., aber im Grunde sind das die gleichen Artikel unterschiedlicher Hersteller.
  • Hallo Funkenschuster,

    glaub der größte Unterschied ist der Preis :-D

    Liebe Grüße
  • In diesem Fall bevorzuge ich seit Jahren die Newlec Ausführung. Ist gleichwertig, zusätzlich praktisch winddicht, weil die Prägungen, anders als bei Kaiser, nicht durchgestanzt sind. Die Leitungen sind etwas schwerer einzuführen, aber man kann die Einführungen auch gut mit einer geschlossenen Spitzzange aufweiten. So geht auch NYM 5x2,5 rein. Die Zugentlastung ist super, die hält auch beim Verklemmen einwandfrei fest.
  • Als Antwort auf Hans E:

    Wichtig ist vor allem bei Hohlwand-Gerätedosen auch die Festigkeit des Materials. Anders als bei eingegipsten UP-Dosen ist hier von außen keine Unterstützung vorhanden, d.h. wird die Steckdose oder der Lichtschalter mit den scharfen Klauen befestigt, kann bei minderwertigen Produkten das Material der Dosenwand nachgeben oder sogar reißen. Auch die Aufnahme der Geräte-Befestigungsschrauben ist bei billigen HW-Dosen aus dem Baumarkt oft so dünn und weich ausgeführt, dass beim Festziehen gerne mal das Gewinde ausreißt oder sogar die gesamte Aufnahme abbricht.

    Die Konstruktion und das Material der Kaiser-Produkte ist sehr gut und ich denke mal, dass auch die (zumindest optisch) baugleichen Newlec-Dosen in diesem Punkt ganz brauchbar sind. Allerdings hatte ich noch nie Hohlwand-Produkte von Newlec in eigenen Händen.
    Die HW-Dosen von Spelsberg sind in diesem Punkt übrigens extrem robust und hochwertig verarbeitet, z.B. Spelsberg HW 065 #2353268

  • Als Antwort auf Markus Mattern:

    Den Einwand des Markus Mattern über minderwertige Produkte kann ich hier bestätigen. Keine Dosen dabei, also ab in den nächsten Jippijajey- Baumarkt und zwei Dosen geholt. Vielleicht lag es an der Raumtemperatur von 5 Grad, aber die eine ist beim Einbau gleich mal zerbrochen. Sowas brauch ich nicht.

    Meines Wissens dürfen übrigens in Hohlwanddosen die Krallen gar nicht verwendet werden, es kann aber auch sein, daß das nur gilt, wenn die Dosen in Holz befestigt werden.
  • Als Antwort auf Hans E:

    Hallo Hans,

    ja, stimmt, darf man nicht - obwohl es (glaube ich zumindest) nicht ausdrücklich verboten ist, sondern nur nicht zulässig ist, weil dadurch die Dose beschädigt werden könnte und die Steckdose oder der Lichtschalter in der Folge nicht fest ("ordnungsgemäß") montiert werden kann. Oder gibt es dazu eine Vorschrift, die das explizit untersagt?

    Aber was tut man, wenn das Plastikgewinde der Geräteschrauben hinüber ist? Genau, die gesamte Dose ersetzen ... zumindest in der Theorie ;) In der Praxis dann ist der Einsatz der Krallen verlockend. Die Materialkosten einer HW-Dose sind zwar sehr gering, aber wenn man gerade keine dabei hat und sie extra besorgen muss, schießt der Lohnanteil für die Position "Steckdose montieren und anschließen" exorbitant in die Höhe ;)

    Ich habe auch mal ein Gerücht gehört, dass die Spreitzkrallen von einem UP-Geräteeinsatz entfernt werden müssen, wenn es in einer HW-Dose montiert wird. Oder dass für Trockenwände nur UP-Geräte ohne Krallen (wie z.B. Jung A 1520 N WW #2932261 oder Gira 046603 #2019856) verwendet werden dürfen. Das kann ich aber auch nicht bestätigen ...

    Übrigens, wer mal u.a. Schalter und Steckdosen in einem Büro mit Trockenwänden zu wechseln hat, in dem sich 20 Jahre alte HW-Dosen befinden, der kann gleichmal einen Sack mit HW-Ersatzdosen mitnehmen, denn der Kunststoff ist dann meist so hart und spröde geworden, dass die Befestigungen brechen wie Glas. 

    Eine luftdichte Dose muss immer ersetzt werden, sobald sie durch Beschädigung nicht mehr dicht ist, denn sonst erfüllt sie nicht mehr die an sie gestellten Anforderungen. Vor allem bei energieeffizienten SmartHomes und Passivenergiehäusern ist das mittlerweise ein großes Thema. Ob hier der Einsatz von Silikon oder anderen Dichtmitteln erlaubt wäre? Die Konstruktion der ECON 63 (#2751493) von Kaiser ist ja - von den Gummieinsätzen abgesehen - auch nicht viel anders als bei der "normalen" HW-Dose.

    Und die meisten KNX-Busankoppler oder KNX-Wandsensoren für Unterputzmontage besitzen ohnehin keine Krallen mehr - umso wichtiger sind hier hochwertige Einbaudosen.

  • Es gibt von kaiser ebenfalls winddichte dosen.

    Die Krallen sind auch bei mir sehr unbeliebt, warum sind die Standartmäßig überhaupt noch dran ? Ich mache sie überwiegend weg da sie stören

    Wenn die dose zerbröselt und sich auflöst ist wohl in den Jahren der komplette Weichmacher in die Raumluft ausgegast.  Ob dass Gesund ist ?

    Verwenden ausschließlich Kaiser dosen, gibt mittlerweile für jede Anwendung die passende von Kaiser.

  • Als Antwort auf Matthias Zerbin:

    Kaiser ist eine gute Marke, die verwenden wir auch schon seit vielen Jahren. Spelsberg ist ebenfalls für gute Qualität bekannt, aber ich kenne diese Firma eigentlich mehr für die AP-Klemmdosen und AP-Kleinverteiler. Werde mir aber jetzt auch mal das UP-Dosenprogramm genauer anschauen.

    Was die Montage der UP-Einsätze betrifft: Man muss unterscheiden zwischen Neubau und Altbau/Sanierung. Bei Rigipswänden im Neubau ist die Sache klar. Im Altbau trifft man schon hin und wieder auf solche Fälle, wie oben beschrieben: Wenn das Plastik für die Befestigungsschrauben erstmal kaputt ist, denn werden die 'Krallen ausgefahren' ;-) Die verkeilen sich dann schon irgendwie so, dass der Lichtschalter oder die Steckdose hält.

    Sehr oft passiert das bei Dimmern, vielleicht verstärkt die Wärmeentwicklung der Elektronik den Alterungsprozess und das Aushärten des Plastiks?

    Die Krallen finde ich schon OK, vor allem bei den Markenherstellern liegen sie ohnehin schön eng am Gerät an. Allerdings bei den billigen Baumarktteilen flattern sie herum und nerven. Da muss man auch immer zweimal nachsehen, dass keiner der Drähte eingeklemmt wird. Beim Einbau hilft es, wenn die lockeren Spreitzklemmen mit einem kleinen Gummiring fixiert werden (der ist bei manchen Einsätzen sogar von Haus aus angebracht).

    Gibt es eigentlich auch Hohlwanddosen, die mit 4 Geräteschrauben ausgestattet sind? Ich finde das bei den Gerätedosen für Brüstungskanäle eine tolle Sache (siehe Rehau BKK-Dose #2313535). Aber auch bei vielen UP-Dosen (z.B. Kaiser 1055-04 #2424053) sind 4 Befestigungspunkte vorgesehen. Da hat man die Wahl, ob man gleich zu Beginn alle 4 Schrauben zur Befestigung des Einsatzes verwendet oder man hat zumindest "Reserveschrauben", sollte doch mal ein Gewindeloch kaputt gehen. Man könnte doch bei den HW-Dosen die kleinen Befestigungskrallen 45° versetzt anordnen, dann wäre genug Platz für 2 Schrauben horizontal und 2 vertikal.

  • Als Antwort auf Licht.Punkt:

    Hohlwanddosen mit 4 Schraubdomen- das gefiele mir auch. 45 Grad-Versatz geht aber nicht, weil dann kein Schalter mehr reinpaßt. Aber die Befestigungsschrauben direkt neben den Schraubdomen, das ginge, wie auch bei den Perilex-Hohlwanddosen von Kaiser. Die Ausgleichsringe von Kaiser 9060-40 muß man übrigens kennen. Große Hilfe bei zu groß ausgebohrten Löchern, z.B. wenn ein Ständer im Weg war.

    Spelsberg wirbt soviel ich weiß damit, daß kein Randversenk und keine Tunnelstutzen nötig sind. 

  • Als Antwort auf Licht.Punkt:

    Zuerst einmal möchte ich Markus widersprechen: im Baumarkt gibt es nicht "nur" schlechte Qualität zu kaufen. Jeder Baumarkt hat so ziemlich alle Markenhersteller im Angebot. Natürlich werden auch einige sehr günstige Noname-Produke angeboten, aber wer die kauft, ist selber schuld :-P 

    Über Sachen, die "so richtig verboten sind" oder "die man so nicht macht" gibt's bei uns auch immer wieder interessante Diskussionen. Erst letztens standen wir vor einer Steckdose, die mit massig Klebstoff aus einer Heißklebepistole in die UP-Dose (eingegipst in Ziegelwand, nicht Hohlwand) fest eingeklebt wurde. Ganz klar "macht man das so nicht" - aber ist diese "Montage" denn auch "verboten?" Solche Klebsticks (#2665925) halten bombenfest und isolieren auch hervorragend ...

    Wenn die HW-Dose stabil genug für die Spreizkrallen des Einsatzes wäre, dann dürfte dieser doch auch so befestigt werden. Also wenn die Hohlwanddose speziell für die Krallen-Montage entwickelt wurde, dann wird das wohl auch niemand verbieten. Vielleicht nicht gerade ein übliches Design, aber es gibt tatsächlich HW-Dosen mit verstärkten Wände, die sogar Rillen haben, damit die Krallen der UP-Einsätze optimal halten:

    Apropos 4 Domschrauben:

    Der polnische Hersteller Pawbol produziert neben vielen anderen Produkten für die Elektroinstallation auch HW-Dosen, die mit 4 Gewinden für die Geräteschrauben ausgestattet sind. Ich habe diese Dosen mal in einem Baumarkt gesehen (Bricoman glaube ich) und muss sagen, sie schauen ganz ordentlich aus und greifen sich auch nicht anders an wie Dosen von Marken wie Kaiser, Spelsberg & Co. Warum ist diese Ausführung eigentlich nicht häufiger zu finden?