Klimaanlage, lohnt das?

Hallo,

für mein Büro suche ich nach diesem heißen Sommer eine Möglichkeit zur Kühlung. Dabei habe ich über eine Klimaanlage nachgedacht. Leider sind diese recht teuer und ich weiß auch nicht genau, wie ich das mit der Frisch- oder Abluft machen soll. Habt ihr Ideen, wie eine effektive Kühlung aussehen kann?

  • Als erstes würde ich prüfen, ob Sonnenschutz möglich ist, und das unbedingt von außen, also Markise, Rollo oder ähnliches. Innenrollos kann man sich gleich ganz sparen, die bringen viel zu wenig.

    Als Klimaanlage kommt nur ein Splitgerät in Frage. Innen- und Außengerät sind mit Kältemittelleitungen verbunden, da gibt es keine Lüftungsleitungen. Die Monoblockgeräte, die keinen Kältetechniker und keine Außeninstallationen erfordern, dafür aber einen Abluftschlauch haben, haben massive Nachteile. Da der Kompressor im Raum steht, ist das Gerät sehr laut. Der Schlauch bläst heiße Luft durchs Fenster nach außen, aber es strömt ja genauso viel Luft nach innen, wie nach außen gefördert wird. Also kommt im Hochsommer 35 Grad warme Luft in den Raum, die wiederum gekühlt werden muß. Vielleicht wird jetzt die zwangsläufige Ineffizienz dieser Geräte klar. Also klare Empfehlung zu Splitgerät oder gar nichts. Etwas bewegte Luft ist übrigens auch besser als stehende, also ein normaler Ventilator bringt schon auch was. Ist billig, leise und braucht sehr wenig Strom.
  • Eine Klimaanlage würde ich nicht als erste Option sehen, Sonnenschutz von außen und Ventilator sehe ich auch als gute Möglichkeit. So kannst du direkt sehen, ob das schon ausreichend ist. In Deutschland haben wir ja nur selten solch hohe Temperaturen (Abhängig vom Gebäude). Da ist ein Ventilator meist schon ausreichend.

    Als schnelle Lösung gibt es Standventilatoren, wenn sich diese als ausreichend beweisen, kannst du über einen Deckenventilator nachdenken. Diese bieten gute "Kühl"eigenschaften und sehen zu dem professionell aus.

    Hier bekommst du noch mehr Informationen.

    Den Sonnenschutz könntest du auch als Smart-Home Gerät verbauen, welches nach Sonnenstand öffnet und schließt. 

    Hier gibt es mehr zu KNX und Smart-Home.

  • Hallo Techniker_profi,

    wie groß ist "dein" Büro? Wenn es sich um ein kleines HomeOffice handelt, dann sind die Kosten für eine Klimaanlage recht überschaubar. Ein Inverter-Splitgerät, wie das Stiebel Eltron CAWR 25 Premium 2 #9081621 ist zwar bei der Anschaffung etwas teurer als herkömmliche Split-Klimageräte, aber das rechnet sich rasch durch den geringeren Stromverbrauch im Betrieb. Ich persönlich finde die (einmaligen) Anschaffungskosten inkl. Montage von etwa 1000 Euro und die Betriebskosten bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 1 bis 2 kW pro Stunde nicht wirklich teuer. Vor allem, wenn man bedenkt, dass mit einem kühlen Kopf die Arbeitseffizienz gewaltig zunimmt, sind ein paar Euro pro Arbeitstag eine gute Investition ;)
    Außerdem reden wir hierzulande von vielleicht 2 bis maximal 3 Monaten im Jahr, wo ein Ventilator nicht mehr für ausreichend Abkühlung sorgen kann.

    Übrigens, für größere Büroflächen sind sogenannte Kassetten-Klimageräte besser, da sich der kühle Luftstrom in alle vier Richtungen über die Decke ausbreitet. Damit sitzt du nicht in der Zugluft und hast nach Büroschluss keinen steifen (und schmerzenden) Nacken. Wenn wir schon bei Stiebel Eltron sind, dann wäre z.B. das CACR 50 Premium 2 #9081626 eine gute Wahl.

    Diese mobilen Klima-Kompaktgeräte sehe ich ebenfalls als Notlösung. Aber auch sie haben ebenfalls ihre Daseinsberechtigung, nur eben nicht als Dauerlösung. Es gibt zwar Vorrichtungen, damit der Spalt beim Fenster oder der Balkontüre abgedeckt werden kann und somit die warme Luft von draußen nicht ins kühlere Zimmer strömt, aber der Geräuschpegel ist schon sehr lästig auf Dauer. Und auch der Stromverbrauch liegt über dem eines Splitgerätes, obwohl die BTU-Kühlleistung geringer ist. Die "Klima-Würfel" (z.B. Swegon AK27M #9003847), die man aus amerikanischen Filmen kennt, haben in unseren Breiten den Nachteil, dass sie im Winter eine ziemlich große, nicht isolierte Stelle in der Wand oder im Fenster hinterlassen. Klar kann man sie immer wieder ein- und ausbauen, aber das ist auch nicht gerade eine ideale Lösung. Wie jeder Klimageräte-Typ haben auch sie ihre Stärken: So bieten sie eine einfache und kostengünstige Möglichkeit für (temporär genutzte) Baustellenbüros, Büro-Container oder Wochenendhäuser/Gartenlauben.

    Bei ganzen Bürogebäuden oder mehreren großen Einzelbüros/Großraumbüros geht man heutzutage allerdings weg von aktiven Klimaanlagen hin zu passiven Lüftungs- und Kühlsystemen, wie Verdunstungskühlung, Wärmepumpen, Latentwärmespeicher, Erd-/Luftbrunnen. Damit können auch die strengen Anforderungen der Passivhaus-Richtlinie erfüllt werden. Vor allem der Einsatz von Wärmepumpen ist nicht nur für Häuslbauer interessant, sondern gewinnt auch immer mehr Freunde im gewerblichen Bausektor - nicht zuletzt wegen der ständig steigenden Energiekosten.

  • Solche Klimageräte kosten sehr viel Geld.Auch der Verbrauch ist nicht ohne. Daher sollten passive Regulierer gefunden werden.