Smartes Licht auch für den gewerblichen Einsatz erhältlich?

Hallo!

Bei Smarten Lampen dreht sich immer alles um eine Handvoll Retrofit-Leuchtmittel, wie die Philips Hue Bulbs oder die Osram Lightify-Birnen.

Gibt es diese intelligenten Lichtsysteme auch für den gewerblichen Einsatz in Büroräumen (Deckenrasterleuchen) oder Konferenzsälen (Designerleuchten) mit offenen Schnittstellen zur Einbindung in die professionelle Gebäudesteuerung (KNX, LON, DALI, BACnet ?

Osram Lightify CLA60 RGBW FR 10W #3092486

  • Hallo Funkenschuster,

    da weder die Form der Glühbirne, noch die Form der klassischen Leuchtstoffröhre für die LED-Technologie ideal ist, werden sich LED-Leuchten mittel- und langfristig wohl eher in einer flachen Bauform durchsetzen, um die Effizienz des Leuchtmittels zu optimieren. Kurzfristig wird es die traditionellen Bauformen und Sockeltypen aber garantiert als Retrofit-LED-Produkte geben, mit denen alte Glühlampen und Leuchtstofflampen ersetzt werden können.

    Bestes Beispiel hierzu sind die Lampen für Kraftfahrzeuge. Während LED-Lämpchen mit der üblichen Bajonett-Fassung (BA-xx) als Ersatz für Glühfadenlampen (z.B. #3000821) vorgesehen sind, bauen die Hersteller spezielle LED-Beleuchtungseinheiten als eigenständige Moduleinheiten (siehe beispielsweise die Osram Nebelscheinwerfer). Geht die Leuchte kaputt, muss das gesamte LED-Modul ausgewechselt werden, nicht bloß eine einzelne LED (ist auch möglich, aber eher eine Aufgabe für Bastler) – aber zum Glück ist die Lebensdauer einer LED-Leuchte wesentlich länger als die einer Glüh- oder Halogenlampe. 

    Wieder zurück zum Thema: Philips Hue, Osram Lightify und andere smarte Lampen sind in erster Linie für Privatanwender bzw. dem Wohnungsbau vorgesehen. Das Letzte, was man in einem Büro mit 100 Leuchtmittel braucht, ist die Möglichkeit, jede davon einzeln ansprechen und regeln zu können. Schon seit langem gibt es zahlreiche Lichtsteuerungssysteme, bei denen der Fokus in erster Linie auf Energieeinsparung liegt – was sich mit dem Einsatz der LED-Technologie noch weiter verbessern lässt. Die Hauptfunktionen sind dabei (gruppenweises) Schalten und Dimmen mit lokalen Lichtschaltern, Zeitschaltuhren und Bewegungsmeldern in Ergänzung zur übergeordneten Steuerung durch das Automatisierungssystem des Gebäudes.

    Was eine gewerbliche Beleuchtung allerdings so richtig "smart" macht, ist die Möglichkeit, nicht nur Stromkosten einsparen zu können, sondern gleichzeitig auch das Wohlbefinden und die Effizienz der Menschen zu steigern. Der Schlüssel dazu liegt in der veränderbaren Lichtfarbe (je nach Stimmung), der Lichttemperatur (je nach Tätigkeit), der Helligkeit (je nach Tageszeit) und natürlich der Blendungsfreiheit, die ganz besonders bei Bildschirmarbeitsplätzen enorm wichtig ist.

  • Als Antwort auf Markus Mattern:

    Philips Lighting, die jetzt unter dem Firmennamen Signify auftreten, hat für diesen September die "InterAct Pro"-Beleuchtungsserie angekündigt. Wie bereits auf der diesjährigen Light & Building präsentiert, handelt es sich dabei um ein komplettes Sortiment drahtlos vernetzter Leuchten und Leuchtmittel, die speziell auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen (Bürogebäude, Geschäftslokale usw.) abgestimmt wurden, von denen sich Signify zu Beginn wohl den meisten Umsatz verspricht. Dieses intelligente Beleuchtungssystem wird mithilfe der offenen und skalierbaren Interact IoT-Platform von Philips mit dem Internet der Dinge verbunden und kann dadurch von den zahlreichen Vorteilen der digitalen Vernetzung profitieren.

    Ich bin schon gespannt auf die Produkte ... und die Preise.